Warmwasser Kühlschrank

Einsame Herzen, kalte wohl auch,
Rechnen Nebenkosten auf’s Komma genau.
Freunde sind Gäste sind „Wer braucht da so lange im Bad?“ und
Wenn es nicht die eigenen sind,
Macht man eben noch den Abwasch –

Freunde bis zur Dusche und nicht weiter.
Rechne immer: Halbes Wasser. Auch,
Wenn du nicht wissen kannst, wie viel der Tank fasst.
Besonders dann!
Merke dir die verzogenen Dielen,
Laufe nachts nur leichte Schritte aber
„Schleich‘ nicht, du Dieb!“

Kühlschrank ist Minenfeld ist Krieg,
Trink lieber Leitungswasser (wenn niemand duscht!)
Und schweige zu jedem Vorwurf.
Sonst dauert dein Besuch
Kürzer als der Jogurt.

Unter Raben

"Was sind das für Zeiten, wo
 Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
 Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!"
- An die Nachgeborenen, Bertolt Brecht

Ein Feld unter Raben und eine Katze im Fenster,
Dick sind die Türen und zu Boden neigen schwere Dächer.
Bei Schwarztee mit Milch und Kandis zu Mittag
Verstummen die Zikaden und wir suchen Schatten unter Blech und Palmen.
Wir warten auf den Abend, auf kühle Luft von
Dem Polarkreis, dass die Wände nicht wässern und unser Haus in Form bleibt.
Die zweite Woche Fisch zum Frühstück,
Zu Mittag und kein Abendbrot – Sag, wie lange noch
Bis Buffalo?

Wir leben zwischen den Wintern und wohnen wo immer
Uns Rosmarin bettet, Königsfischer bezierzen und
Unsere Zehen warme Erde finden.
Dort ist Heimat ist überall,
Von dem kühlen Morgen bis ins warme Abendland.
Dort ist Heimat ist überall,
Vor und hinter dem Stacheldraht.

Wir gehen unter Raben über Grenzen,
Weil uns mehr verbindet, als Draht und Paragrafen trennen.
Du,
Achte heute sehr genau darauf, wo sie geschrieben werden,
Dass du morgen nicht vergisst, ob du ein- oder ausgesperrt bist.

Einsam ist das Feld ohne Raben und
Blind die Fenster ohne Katzen.
Ich würde gerne bleiben und dem Morgennebel Umriss geben,
Von dem Feld die Vögel jagen und den Katzen winken.
Doch der Tee wird Kraut und Wasser bleiben,
Milch und Kandis bitter werden und
Mit Buffalo im Rücken, die Hose in Fetzen und
Blutenden Händen,
Ziehe ich weiter Richtung Westen.

Moderne Geschichte

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Sie rannten und rannten und plötzlich (dieser Inhalt ist gesperrt, da wir uns mit der GEMA nicht auf die Verlagsrechte einigen konnten. Das tut uns leid :/) sie frei, hatten (Beitragssenkung für Sie Herr Fakename!) und kamen zurück nach (jemanden gefällt ihr Profilbild!) wo sie ein (333 Sofortgewinne!) erhalten haben und wenn sie nicht (Nach Brandenburg mit dem Deutschlandticket) sind, dann (verdienen Sie 600€ am Tag).
Ende.

Gesellschaft (aus: ‚Das Haus‘)

Ein Haus ist mehr als Stuck und Mörtel,
Heimat mehr als Dorf und Leute.
Kultur ist mehr als Buch und Bühne,
Gesellschaft mehr als Brot und Prügel.

Freundschaft ist die Wasserwaage,
An die ich mein Leben halte,
Wenn die Welt sich schüttelt, schaukelt und
Einzig gleich das Neue bleibt.
Wenn die Welt verrückt spielt, taumelt und
Man sich ungläubig die Augen reibt.

Mir ist Freund, wer von der Seele spricht und
Schweigt, wenn ihm geflüstert wird.
Ich bin Freund, wem ohne Zögern,
Ein Unrecht aus dem Sitz hoch reißt.

Haus kann mir aus Stein wie Zelt sein,
Ob mit Hering oder Türschild, ist mir gleich.
Doch Heimat kann nie weniger als Freundschaft
Und Kultur nicht ohne Vielfalt sein.
Gesellschaft fängt nicht an und endet,
Kennt keine Trennung zwischen Menschen.
Sie lebt von Streit und Konsens
Und wächst mit jedem Lächeln.

Nachricht

Liebste,
Ich würde dir gern Nachricht schreiben,
Dass trotz Baumbruch und Sturmpeitschen,
Im Toben und Raufen der Jahreszeiten,
Uns Wohl ist.

In Regenschleier gekleidete Geister tanzen pfeifend
Im Gebälk und klopfen unruhig an die Fenster.
Doch wir haben uns warm und wir haben einander,
Sitzen mit Decken um den Schultern bei Tisch und
Wenn wir von dir reden, dann, dass du fehlst.
Wir reden und schweigen und träumen laut vor uns hin und
Wenn einer vom Donner erschrickt, dann lachen wir.

Liebste,
Ich weiß doch, wie leicht du in Sorge fällst,
An deinem Fenster stehst und westwärts blickst.
Ich würde dir gern Nachricht schreiben,
Doch die Straßen sind blockiert, die Leitungen still und
Der Postkutscher, nun, er sitzt mit am Tisch.

Noch heute morgen ist Sonne auf dein Bild gefallen und
Hat auf deinen Wangen einen Abdruck hinterlassen.
So sehe ich dich,
In den Feldern der Heimat, dein Haar im Zopf mit Ährengold und
Dein Lachen in meinem unter hohem Himmelsblau.

Liebste,
Es führt kein Weg zu dir,
Die Straßen blockiert, die Leitungen still.
Darum bitte ich die Tänzer aus den Geisterreigen,
Welche uns im Sturm begleiten und Stunden schon
Orchester pfeifen,
Sie mögen dir Nachricht an dein Fenster schreiben.

Dein Schwermut mag dir von der Seele wie
Regentropfen ab dein Fenster gleiten und
In der Geister Regenschrift, hoffe ich,
Das du meine Nachricht liest:
Dass trotz Baumbruch und Sturmpeitschen,
Im Toben und Raufen der Jahreszeiten,
Es uns gut geht. Wir denken an dich und
Freuen uns auf Wiedersehen.